Wie alles begann Teil 2

Teil 2 – Das halb verlorene Jahr

Wie Ihr Euch sicher vorstellen könnt, passierte bis Ende des Jahres 2013 zum Thema iAMOK dann doch nicht mehr wirklich viel.
Das Registrierungsdatum der ersten Webdomain lag ja mit dem 29.11.2013 in den letzten Zügen des Jahres.

Vielleicht sollten wir mal coole Shirts mit den Zahlen machen.
291113 Kabalamok clothing, oder so?

Meist passiert ab Dezember bis Jahresende nur noch eins, hektisch Geschenke kaufen und darauf warten, dass endlich der letzte Arbeitstag in der Firma oder sonst wo im Abendland anbricht.
Im besten Fall betrinkt man sich noch exsessiv auf der Firmenweihnachtsfeier und benimmt sich so sehr daneben, dass man im darauf folgenden Frühjahr legendäres Firmengespräch ist, vögelt unter irgend einer Treppe neben der Tanzfläche mit den Kollegen*innen (ist das so richtig gegendert?) oder führt nen Striptease neben dem DJ auf und schmettert beim drop der Musik ein herzliches „Fick Dich Chef, du kannst mal meine Poperze schmatzen!“

Am darauf folgenden Tag wird man dann verkatert alles abstreiten und dennoch gefeuert werden.
Zu dumm, dass alles auf einem Handyvideo festgehalten wurde.

Was sich gerade so mega Effekt haschend angehört hat, ist in der Tat wirklich passiert. Ich arbeitete Ende zwo dreizehn noch im Einkauf eines großen, Europa weit agierenden, online Modehändlers hier in Berlin. Das ist insofern wichtig für die Geschichte von iAMOK, da besagter Händler und ich, uns ein paar Wochen zuvor einvernehmlich getrennt hatten und meine letzten Monate im Frühjar 2014 ausliefen.
Es war eine gute Zeit dort, und ich hab eine Menge über mich, online Start Ups im allgemeinen und alles drum herum gelernt.
Grüße an dieser Stelle an meine alten Kollegen*innen (schon wieder diese Gender*innen Scheiße!) und das Ex-Dreamteam im Einkauf!

Es war die beste Entscheidung meines Lebens. Der Zeitpunkt war richtig gewählt. Ich hatte keine Angst davor, plötzlich mit nichts dazustehen und hatte das erste mal in meinem Leben sowas ähnliches wie Vertrauen in meine kreativen Fähigkeiten und den Willen diese voll auszuspielen.
Naja was heißt Vertrauen, ich wußte zu mindest was ich nicht wollte. Nämlich nen nine to five Job, wo mir erzählt wird, ich müßte ab 9 Uhr meine Kernarbeitszeit wahrnehmen, nachdem ich den Sommer jeden Abend freiwillig und gerne bis 23 Uhr gearbeitet hatte. Eh Eh, nicht mit mir!

Das Jahr ging dann, wie jedes Jahr mit nem anständigen Neujahrs Rave ein paar Tage nach Sylvester zu Ende. Ich fasste den Entschluß 2014 nun endlich meinen langjährigen Traum wahr werden zu lassen.
Endlich mein Buch schreiben!
Ja Ihr lest richtig, nichts iAMOK, nichts Klamotten, nichts Sticker, kein Movement.
Ein Buch oder mehrer Bücher, denn genug Stoff war und ist immer vorhanden.

Doch es kam alles ganz anders.

Ich verbrachte das Frühjahr bis zum Spätsommer zwischen Wilmersdorf und X-Berg in allen möglichen Bars und Clubs. War der Meinung ich sammle kreativen Input für mein Buch, dessen Geschichte doch eigentlich schon fertig war. Zwischendurch zog ich mich hin und wieder mal für ein, zwei Wochen aus Berlin zurück, wenn ich es mal wieder zu heftig hatte krachen lassen, dass ich Kicks im Kopf bekam.
Kennt Ihr diese Kicks im Kopf?
Inception gesehen?
Das Gefühl von fallen ohne dabei wirklich zu fallen, während man liegt oder steht?
Diese ganze Scheiße wurde dann auch irgendwann zur Falle für meine Arbeit….
und das „Lerchen und Eulen“ in Kreuzberg mein zweites Zuhause (Hallo Askan <3)

Ich musste was ändern, die Zeit rannte. Gleichzeitig machte ich noch nie so viele Fotos, die später Grundstein für viele iAMOK Logos usw. werden sollten. So auch in jenem Jahr. Kein Wunder, ich hatte so viel Spaß, war non stop irgendwo in der Stadt unterwegs und mit einem halbwegs wachen Geist, springt einen die Kreativität an jeder Ecke in Berlin förmlich an.

Ab August 2014 rutschte ich kurzzeitig in die Filmbranche. Ich schrieb, animiert durch einen damaligen Kumpel, der bis heute in dem Bereich tätig ist, eine Idee, später das Script und das Bild. Gemeinsam setzten wir die Sache dann zu einem Kurzfilm um, nahmen damit an einem internationalen Kurzfilmfestival teil und siehe da….
Wir landeten im Oktober 2014 spontan auf Platz 3 von fast 1000 Einsendungen!
(An dieser Stelle hörst Du jetzt jubelnde Menschenmassen im Kopf)
Es war unglaublich!

Wir konnten es nicht fassen! Die Freude war groß und ENDLICH faßte ich Vertrauen in mich und meinen Kopf. Keine Zweifel mehr, keine Ausreden mehr, sondern messbarer Erfolg.

Wie ihr vieleicht merkt, schreiben und Welten bauen war halt schon immer meine Leidenschaft.
Aus meinem Kopf fallen Ideen einfach so raus und mein Leben schreibt fleißig mit.
Ich muss nur aufmerksam lauschen, mit wachen Augen beobachten und das ganze überleben.
Wir hatten danach Großes vor, wie alle, die gerade in Ihrer Arbeit bestätigt wurden, doch scheiterten wir an uns selbst und an gemeinsamer, fehlender Professionalität.
Auch hier passierte bis Ende des Jahres nicht mehr wirklich was.
Ziemlich genau zu Weihnachten 2014, als das Verhältnis zu meinem damaligen Kumpel und mir endgültig zerrütet war, entschied ich mich dem ganzen den Rücken zu kehren und brauchte einen neue Idee.

Was sagte ich gerade noch vor ein paar Sätzen, Ideen gab und gibt es zu hauf.
Da war doch mal was mit Fotos und Shirts…
Das ganze Jahr 2014 war ein ziemlicher Amoklauf, was noch alles passierte hab ich Euch bis hierher erspart.
Amoklauf…. Amok…. iAMOK!!

Kurz nach Weihnachten am 29.12.2014 gab ich von außerhalb Berlins die ersten 1000 Sticker per overnight express in Auftrag und nahm diese einen Tag später in Berlin in Empfang.
Jetzt war wieder Silvester, und ich lernte, dass 1000 Sticker in einer Nacht gar kein Problem sind.

iAMOK war geboren.

Ich hatte Euch gestern versprochen, es wird kürzer diesmal und ich glaube, das ist es auch, zu mindest ein bisschen.
Ich möchte an dieser Stelle meinem Freund Nima danken.
Er war es, der uns damals auf diese Kurzfilmgeschichte gebracht hat. Ohne das Ding hätte ich mich niemals aus meiner Komfortzone rausbewegt! Ihr werdet in den folgenden Teilen noch mehr von Ihm hören.
Großer Dank geht an dieser Stelle auch schon an meine Freunde in Lichtenberg, speziell Angy und Micha, aber auch von denen werdet Ihr bald noch deutlich mehr hören. Sie seien dennoch schon hier erwähnt, denn auch wenn es alles gerade so nen bisschen nach Berliner Weihnachtsmärchen klingt, gab es immer wieder Momente, gerade zum Ende 2014, in denen ich ohne diese sehr guten Freunde vielleicht nicht die Entscheidung getroffen hätte, die mich bis heute zu iAMOK geführt haben.
Gleiches gilt für Franzi und Fabian…. und dann gibt es da noch eine Couch.
Aber auch dazu das nächste mal mehr 😉

Ich danke Euch für Eure Aufmerksamkeit, hoffe Ihr hattet wieder Spaß.
Im Anhang findet ihr eine Wand aus meiner damaligen Wohnung, in der damals 2013, mit Malte alles begann.
Kein iAMOK Bildmaterial, aber wie Ihr ja gerade gelesen habt, war iAMOK 2014 auch noch kein großes Thema.
Dafür in 2015 um so mehr, denn wie gesagt, Silvester 2014/15 ging es los mit den ersten Stickern.
Und ab da…nun sagen wir es mal so, verselbständigten sich die Dinge einfach.

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iAM what iAM. iAMOK