Wie alles begann Teil 3

Vom Shirt „Null“ hin zum Logo

Die, die mit unserer Geschichte vertraut sind haben es sicherlich bemerkt. Ich habe zeitlich beim letzten mal ein bißchen was durcheinander gebracht.
Nochmal ein wenig Auffrischung? Bitte hier entlang:http://tinyurl.com/jxrpxvf

Zeitlich kann ich leider nicht mehr verorten, wann das mysteriöse Shirt „Null“ gedruckt wurde, aber zu mindest seine Entstehungsgeschichte lässt sich nachverfolgen.
Dazu ein kleiner Ausflug in Sachen Berlin und Ihrer malerischen Straßenlandschaft.

Kunst, Kunst, Freaks, Kunst, wohin das Auge reicht.
Kleine Skulpturen, die sich an beliebigen, meist, auf den ersten Blick, unauffälligen, Stellen verstecken und erst bei näherer Betrachtung sich dem Suchenden offenbaren.
Die so genannten „Notes of Berlin“, die mit ihrer frech-direkten Ansprache jeden Tag aufs Neue den aufmerksamen Spaziergänger mit Ihrer urbanen Weisheit erfreuen.
Kleine Welten, geboren für den Moment.
Erinnert Ihr Euch an das Foto in Teil 1 des Jahresrückblicks? Nein?
Dann einmal bitte hier lang: http://tinyurl.com/gpuztal
Jenes Bild war das Erste.
Nicht das erste im Allgemeine, aber das erste Bild, welches ich zu einem Shirt verarbeiten wollte.
Es war einer dieser Abende im Sommer, und um das Bild überhaupt schießen zu können, bedurfte es eines kleinen Flirts mit der von glitschigen Dingen und Werbepostern konservierten Wand unter der Brücke am Ostkreuz.
Ich lehnte also unter der Brücke.
Irgend ein Wichser pöbelte sowas wie:“ Geh nach Hause, Du S*****!“
…oder pöbelte ich gerade am Ostkreuz mit meinem Alki Ego unter der Brücke?
Und drückte ab.
Vor kurzem hatte ich mir instagram installiert, erfreute mich an Lo-Fi und Mayfair, aber mehr sollte es eigentlich nicht werden.
Meine Photoshopskillz beliefen sich auf: wie öffne ich das Paint-Programm unter Windows.
Vektoren und „Flex-Druck“ sagten mir zu diesem Zeitpunkt gar nichts.
Ich hatte eine grobe Vorstellung, wie das ganze aussehen könnte, aber mir fehlte das handwerkliche Geschick.
Es ist als liege es einem auf der Zunge.
So ungefähr ist es mit den Bildern und Ideen in meinem Kopf. Sie schälen sich aus dem Nebel, Stück für Stück. Wie bei einem Puzzle ergänzt ein Teil das Andere, um am Ende etwas großes aufzudecken.

Malte wusste um mein Dilemma. Ich brauchte einfach jemanden, der die Skillz UND ein Gespühr für stylische Grafiken hatte.
Einen Photoshop Künstler! Ja, sowas suchte ich!

„Damian, ich muss Dir mal Damian vorstellen!“, skandierte Malte regelmäßig, wenn ich ihm wieder mal übernächtigt mein Leid klagte.
Heute frage ich mich, warum ich Nächte lang klagte, aber nie auf die Idee kam, mal ’ne Nacht vor Youtube mit Photoshop-Philipp zu chillen? Diese Tücken des Lebens.

Damian war ein charmanter, gut gekleideter Mann, der schon nach seinem äußeren Erscheinungsbild etwas von Design und lebendigen Kompositionen verstand.
„Auf dem Bild soll großflächig drüber stehen: i AM XXX OK; das Ganze soll cool aussehen und nicht zu viel von meinem Foto verdecken!“
Inzwischen weiß ich, dass meine Arbeitsanweisungen und Wünsche doch etwas präziser ausfallen müssen.

Aber was soll ich sagen, nach ’ner guten Stunde, ’nem Crashkurs in Vektoren und noch ein, zwei Pfeilen im Motiv, stand das erste Shirt.
Das iAMOK Shirt Motiv Nummer 0!
Ich flippte aus vor Freude.
Hatte ich nicht erst noch vor ein paar Wochen ’ne Webseite registriert?!
Aber es kam noch besser: Damian hatte Connections, und nichts geht heutzutage über bzw. ohne Connections.
In diesem Fall Connections zu ’ner Druckerei.
zweieinhalb Stunden später hielt ich das erste Shirt in den Händen!
Aus einer grauen Wolke in meinem Kopf – mit ’nem Foto und ’nem Schriftzug – erarbeitete Damian ein reales Shirt zum anfassen und tragen.
Und das in nicht mal einem halben Tag Arbeit!

Ich lief wie auf Wolken.

Das Shirt gibt es heute noch, ich hab es nur einmal getragen.
Es war mir immer zu schade.
Unsere Wege verliefen sich zwar im Sand, doch ich sollte nicht lange alleine bleiben – ein Logo wartete darauf, geboren zu werden. Grüße und Dank gehen raus an Damian!

…and here comes Anna:

Anna lernte ich während meiner Arbeit beim bereites erwähnten, nicht näher benannten Online-Modehändlers kennen. Wir hatten dort einen sich überschneidenen Raucherpausen-Bekanntenkreis,der sich schnell in einen „Wir hängen immer auf Firmenevents zusammen rum und betrinken uns“-Kreis, verwandelte.
Und so ein Stück weit privater wurde.
Nein, nicht so privat, Du Schmutz!

Anna und mich verbindet der selbe, harte Humor und eine geteilte Vorliebe fürs mischen.
Vor allem von Arbeits- und Feier(abend)zeit. Und so sah dann auch unser gemeinsames Arbeiten des öfteren aus. Wie zB. zum Karneval der Kulturen. Die gute Anna war nämlich den Tag über an einem Hotspot oberhalb des Karnevals am Fotos knippsen und kam dann etwas verspätet bei mir zu Hause an.
Die Luftschlangen im Haar haben so gut zu Deinem Oberteil gepasst, meine Liebe. Ich bin immer noch versucht, das Foto dazu zu posten…
Froh und gut unterhalten von einer Lache, die mir Anna schon immer auf Anhieb symphatisch machte, war ich schnell mitten im Karneval Ihrer Erzählungen, und heil froh, daß ich nicht 100 Leute mehr in der Bude hatte. Buddymove.
Kennt Ihr diese Menschen, die unter Alkohol so richtig gesellig werden? Und ich mein nicht so touch and turky gesellig, sondern „EY was geht ab!!! ALLE PARTY bei ’nem Kumpel, hin da!“ gesellig.

Dennoch, oder gerade deswegen funktionierte es.
Anna betrieb damals schon den Plus-size-Blogwww.noskinnyitches.com, und ist überigens ganz neben bei eine begnadetet Modefotografin.
Fotos von Anna findet Ihr auf instagram.com/noskinnybitchesberlin

So trafen wir uns damals regelmäßig zum Arbeiten, zelebrierten beide die Energie iAMOK und schufen gemeinsam ein Logo, welches heute in großen Teilen Berlins und weit darüber hinaus dem ein oder anderen schon mal in den Cocktail gefallen sein sollte.
Annas WG Mitbewohner und Master of Arts Stephan, dessen Charme nur noch von seiner vorzüglichen Ausdrucksweise übertroffen wird, ergänzte daraufhin schnell unseren Reigen.
Jetzt sagen die ganz alten iAMOK Hasen unter Euch: Moment mal, Stephan? Gab es da mal nicht einen Praktikanten im Hause iAMOK.BERLIN?
Richtig! Gab es. Unser Stephan….aber das ist eine andere Geschichte.

Im nächsten Teil macht iAMOK.BERLIN seine ersten Gehversuche, und es folgt ein Sommer der Liebe, des Feierns und ’ner Menge Sticker auf ungezählten Open-Air-Veranstaltungen.

Schreibt mir wie immer in die Kommentare, was Euch bewegt, vergrätzt und inspiriert.

iAM what iAM. iAMOK